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Die neuen Studenten beginnen ihr deutsch-französisches Studium! Und HEIPAR ist dabei!

Am 28. November 2025 gab der HEIPAR-Vorstand den neuen Studenten des Master- und Doktorandenprogramms die Möglichkeit, ihre brennenden Fragen zum Studium zu beantworten. Anschließend lud der Alumni-Verein zum Karrierevortrag.

Auch wenn die Veranstaltung dieses Jahr nicht im Hybrid-Format, sondern komplett online stattgefunden hat, konnten die neuen Studenten sehr vom diesjährigen Ersti-Treffen profitieren. Die beiden Vorsitzenden Loïc Oberdorfer und Anna Scherer präsentierten den neuen Masterstudenten wichtige Anlaufstellen bei organisatorischen Fragen, die Kursauswahl in Paris und Heidelberg, studentische Gruppen, die Universitäten EHESS und Universität Heidelberg, das kulturelle Angebot in den Städten und was das deutsch-französische Programm so besonders macht. Die Studenten waren sehr interessiert und bedankten sich bei den Organisatoren für die Veranstaltung und die Präsentation.

Die Veranstaltung gab den neuen Studenten die Möglichkeit, sich gegenseitig vorzustellen und zu erfahren, welcher Student sich mit welchem Projekt beschäftigt.

Bereits am 27. November hatten die neuen Studenten die Möglichkeit, bei einem gemütlichen Bar-Abend in Paris zusammenzukommen und sich näher kennenzulernen. Die Studenten haben sich sehr amüsiert und konnten sich in lockerer Atmosphäre austauschen.

Beim anschließenden Karrierevortrag hatten die Gäste die Möglichkeit, das Berufsfeld des Geschichtslehrers in Frankreich näher kennenzulernen. Die Absolventinnen des deutsch-französischen Programms Salomé Troestler und Lucie Martin Idre stellten ihre Werdegänge, ihren Alltag als Lehrerinnen und das Geschichtelehramt in Frankreich vor.

In Frankreich gebe es die Möglichkeit, durch Bestehen der Concours CAPES und Agrégation Lehrer zu werden, es gebe aber auch unter Vertrag stehende Lehrer, die weder das CAPES noch die Agrégation absolviert hätten. Als prof contractuel hätte man mehr Freiheiten, denn es wäre einfacher, den Arbeitsort zu wechseln und sich die Schule, an der man lehrt, auszusuchen. Die Vorbereitung für die Zugangsprüfungen dauert mindestens ein Jahr. Nach bestandener Zugangsprüfung folge ein année de stage, in dem die angehenden Lehrer Unterrichtsvorbereitung und Pädagogik lernen und auch selbst an einem Collège unterrichten dürfen. Angehende Lehrer, die das CAPES bestanden haben, dürfen an Collèges an Lycées unterrichten, während diejenigen, die die Agrégation absolviert haben, auch classes préparatoires unterrichten dürfen. Auch die Gehaltsklasse unterscheidet sich zwischen Lehrern, die das CAPES und die Agrégation absolviert haben. Ein wichtiger Unterschied beim Lehramt zwischen Frankreich und Deutschland sei, dass es in Deutschland bereits sehr früh (in der Regel im Bachelor) eine Trennung gebe zwischen Lehramtsstudium und Studium ohne Lehramt. Bereits im Bachelor müssten sich die Studenten entscheiden, ob sie Lehrer werden wollen oder nicht und dementsprechend ihr Studium aufbauen.

Wir danken den beiden Referentinnen Lucie Martin Idre und Salomé Troestler für ihre Bereitschaft, ihre Berufe vorzustellen. Ebenfalls ganz herzlich gedankt sei der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH), die den Bar-Abend in Paris finanziell gefördert hat und ohne die die Veranstaltung nicht möglich gewesen wäre. Vielen Dank!